Die Schülerinnen und Schüler der Alteburg-Schule nehmen Apfelsorten unter die Lupe

Die Schülerinnen und Schüler der Alteburg-Schule nehmen Apfelsorten unter die Lupe

Biebergemünd. Auf dem Areal des neuen Friedhofes in Kassel, auf dem eine neue Sporthalle entstehen soll, standen mehrere alte Apfelbäume. Bevor die Bäume für die geplanten Bauarbeiten gerodet werden, wollten die Schülerinnen und Schüler der Garten-AG klären, um welche Sorten es sich hierbei handelte. Ziel war es, die Bäume nicht einfach verschwinden zu lassen, sondern ihre Sorten zu bestimmen und so für die Zukunft zu erhalten.

Bereits im Oktober schickten die Schülerinnen und Schüler Proben ihrer Äpfel an verschiedene Pomologen in Deutschland. Viele der Apfelsorten, sowie eine Birnensorte, konnten auf diesem Weg eindeutig bestimmt werden. Vier Proben blieben jedoch zunächst ohne klares Ergebnis.

Um die Sorten dennoch identifizieren zu können, zog die Schule das Schweizer Labor Microsynth Ecogenics hinzu. Dort wurden genetische Fingerabdrücke von vier ausgewählten Sorten erstellt. Mit Hilfe dieser DNA-Analysen konnte die Sortenbestimmung weiter eingegrenzt werden. Bei einer Sorte gelang sogar ein eindeutiger Treffer. Es handelt sich um die Sorte “Weißer Wintertaffetapfel“.

Die übrigen Ergebnisse werden derzeit mit Deutschen und Europäischen Datenbanken abgeglichen, um auch die letzten offenen Fragen zu klären.

Dank der erfolgreichen Bestimmung konnte den bereits veredelten Bäumen im Schulgarten nun konkrete Sortennamen zugeordnet werden. Zudem wurden weitere Edelreiser geschnitten, um jene Bäume erneut zu veredeln, bei denen die Veredlung bislang nicht eingewachsen war.

Ein besonderer Dank gilt dem Schweizer Labor Microsynth Ecogenics sowie der Gemeinde Biebergemünd für ihre Unterstützung. Durch ihre Hilfe war es möglich, so tief in die Materie einzutauchen und eine spannende genetische Spurensuche durchzuführen.

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